Nicht hinter das Konzil - Das Volk Gottes sind wir alle

Prof. Dr. Bernd Jochen Hilberath
Schließlich wurde damals unter anderem festgelegt, dass künftig nicht die Institution Kirche, sondern vielmehr die Gemeinschaft sowie die „Bischöfe in Gemeinschaft mit dem Papst“ den Weg bestimmen sollen. Zudem wollte man das „Volk Gottes“ und die „Kirche in der Welt“ in den Mittelpunkt rücken und die Frage „was uns trennt“ durch die Frage „was uns eint“ ersetzen. Getreu diesen „Akzenten“ des Konzils machte man sich an der Basis nicht nur daran, die Liturgie zu ändern. Viele engagierte Katholiken pflegen inzwischen ganz selbstverständlich den interreligiösen Dialog und die Ökumene, stehen positiv zur Religionsfreiheit, arbeiten an der Neubestimmung des Verhältnisses zum Judentum und zum Islam und an der Einheit des Volkes Gottes. „Das Volk Gottes ist übrigens ein Schlüsselbegriff des Konzils“, machte Bernd Jochen Hilberath deutlich. „Und das Volk Gottes, das sind wir alle.“ Bliebe man „unter sich“, dann sei das Wesen der Kirche verfehlt. „Eine weitere wichtige Botschaft des Konzils ist, dass Kirche kein Selbstzweck ist.“
Die Veranstaltung wurde von ako in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart durchgeführt.
Aktuelles





Seitenanfang