Armut verletzt die Würde der Menschen


Burundi – früher zur deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika zugehörig – ist eines der ärmsten Länder der Erde. Mangelnde Ausbildung, fehlende Gesundheitsvorsorge, schwierige Lebensmittelversorgung, Ausbeutung, Flucht und Vertreibung belasteten das Land stark. Die Region litt jahrzehntelang unter politischen Unruhen und Konflikten zwischen den Volksgruppen. Mehr als 60 Prozent der Menschen in Burundi leben unter der Armutsgrenze, jeder dritte Bewohner hungert.

Bischof Nduhirubusa dankte im Rahmen des Festgottesdienstes den Menschen in Deutschland und dem Hilfswerk MISEREOR für die kontinuierliche und zielgerichtete Unterstützung seines Landes. So hilft MISEREOR beispielsweise einheimischen Kaffeebauern selbstverwaltete Sammelstellen einzurichten, damit sie sich auf dem Markt besser behaupten können.

„Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen“, so lautet das Motto der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion. Mit den Begriffen „Zorn“ und „Zärtlichkeit“ unterstreicht MISEREOR die christliche Motivation seines Engagements. Denn der „heilige“ Zorn über Ungerechtigkeit und Leiden gründet in der Liebe zum Menschen, und hier insbesondere in der Liebe zu den Armen, Entrechteten und Machtlosen.
In der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden jährlich über zwei Millionen Euro für das bischöfliche Hilfswerk MISEREOR gesammelt.
Die diözesane MISEREOR-Eröffnungsfeier wurde von der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände in der Diözese Rottenburg-Stuttgart (ako) in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde St. Georg in Stuttgart und dem katholischen Stadtdekanat Stuttgart veranstaltet.

Gerald Jantschik, ako