Vor dem G8-Gipfel: Politiker ins Gebet nehmen

Stuttgart, 11. Mai 2007. Mit der Aufforderung, ausreichend finanzielle Mittel zur Halbierung der extremen Armut und der Schulden bis 2015 zur Verfügung zu stellen, haben sich katholische Verbände in der Diözese Rottenburg-Stuttgart an die Staaten der acht wichtigsten Industrieländer gewandt, die sich Anfang Juni in Rostock zum G8-Gipfel treffen werden. Damit soll eine zentrale Forderung aus den sogenannten Millenniumszielen erfüllt werden, die im Jahr 2000 von 189 Staaten unterschrieben worden sind. Wie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände, Harald Hellstern, sagte, seien die Regierungen verantwortlich dafür, dass die Entwicklungsmaßnahmen den Armen auch zugute kommen. Das gehe nur über veränderte, verlässliche und dauerhafte Handelsbeziehungen, die einen vorbehaltlosen Zugang zu den internationalen Märkten einschließen. Frieden auf der Erde werde es nur geben, wenn die Globalisierung sozial gerecht und solidarisch gestaltet werde und damit die Armut verringert wird.
Darüber hinaus sollten die Menschen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Politiker ins Gebet nehmen und darauf einwirken, dass die Umsetzung der Forderungen an jedem entsprechenden Ort erfüllt wird, so Hellstern.
Autor: Jantschik
g8_beschlusstext.pdf - 33 kB
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