Kolping kritisiert Streichung der Entwicklungshilfe in Baden-Württemberg

Stuttgart, 09. Mai 2007. Das Kolpingwerk in der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat in einem Brief an die Landesregierung, deren Entscheidung kritisiert, die Mittel für Entwicklungshilfe zu streichen. Demnach würden lediglich Stipendien für Hochschul- und Forschungsparteien sowie Exportförderung zugunsten heimischer Betriebe bezuschusst. Die Vorsitzende des Kolpingwerkes, Barbara Baumann, sagte auf der Diözesanversammlung, die Entscheidung sei angesichts der großen Armut in der Welt völlig unverständlich. „Es ist einschlechtes Signal für alle übrigen Bundesländer, wenn eines der reichsten Länder die Entwicklungshilfe einfriert“, erklärte Baumann. Noch im Jahr 2004 habe Baden-Württemberg eine Entschließung der Bundesländer mitgetragen, durch freiwillige Leistungen die Armut zu halbieren, wie es in der Erklärung heißt. Dazu haben CDU und FDP im Koalitionsvertrag eine nachhaltige Fortsetzung des „Engagements“ versprochen. Die Vorsitzende warf deshalb der Regierung Wortbruch vor. Der katholische Verband initiiert und finanziert seit vielen Jahrzehnten Entwicklungsprojekte und fordert die Landesregierung deshalb auf, die auf internationaler Ebene beschlossenen Millenniums-Entwicklungsziele einzuhalten.
Autor: Jantschik
Die komplette Kolping-Erklärung
entwicklungshilfe-bw.pdf - 24 kB
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